Neuseeland Landschaft
Neuseeland Fahne       weitere Informationen von Statistics New Zealand hier
  • Nationalfeiertag: 6. Februar (Waitangi Day, nach dem Vertrag von Waitangi, mit dem 1840 die britische Oberhoheit festgeschrieben wurde)
  • Hauptstadt: Wellington (335.500 Einwohner)
  • Telefon-Vorwahl: +64
  • Mitgliedschaften: OECD, UNO
  • Olympiakürzel: NZL
  • Neuseeland liegt im südlichen Pazifik 1600 km östlich von Australien
  • Neuseeland besteht aus der Nord- und Südinsel und einer Reihe von kleinerer Inseln mit einer totalen Landgrösse von 268 021 km2
  • Bergmassive und Hügelland dominieren Neuseelands Landschaft.
  • Eines der aufregendsten Gebiete Neuseelands sind die Südlichen Alpen / Kä Tiritiri o te Moana. Diese, die dazugehörigen Fjorde, Gletscher und Seen und die Küstenlandschaft von Canterbury und Southland, ergeben eine Variation der einmaligen Landschaft, die die Südinsel Neuseelands zu bieten hat.
  • Die Nordinsel, mit ihrer vulkanischen Landschaft, weisst den grössten See des Landes auf den Lake Taupo.
  • Die aktivsten Vulkane Neuseelands sind der Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro. Alle diese Vulkane sind gewöhnlich nicht aktiv, obwohl der Ruapehu seit September 1995 gelegentlich aktiv ist.
  • Heisse Quellen, Geysire und Schlammpools tragen auch ihren Teil des vulkanischen Systems bei, der sich um Rotorua befindet.
  • Höchster Berg: Aoraki/Mt Cook (3754 Meter)
  • Tiefster See: Lake Hauroko (462 Meter)
  • Längster Fluss: Waikato River (425 km)
  • Grösster Gletscher: Tasman Glacier (28.5 km lang)
  • Tiefste Höhle: Nettlebed [kein offizieller Name] (NW Nelson) (889 m)
Landkarte Neuseeland
Klima:
Januar und Februar sind Neuseelands wärmste Monate und Juli normalerweise der Kälteste.

Das Klima ist gemässigt - die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 8°C im Juli bis 17°C. Im Januar erreichen die Sommertemperaturen teilweise auch über 30°C in vielen Teilen des Inlands und in den östlichen Regionen des Landes.

Der durchschnittliche Niederschlag variiert sehr stark - von weniger als 400 mm in Central Otago bis über
12 000 mm in den Südlichen Alpen.

Der Sommer ist die trockenste Saison für Nord- als auch die Südinsel. Für die Westküste der Südinsel hingegen und für viele Inlandsregionen von Canterbury, Otago und Southland, ist der Winter die trockenste Saison.
Geschichte:
Der Holländer Abel Tasman entdeckte Neuseeland bereits 1642. Die Besiedlung im großen Stil begann jedoch erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts Es waren fast ausschließlich Engländer, die sich zunächst auf der Südinsel niederließen, einige Jahre später auch auf der Nordinsel. Dort kam es schnell zu Konflikten mit den Ureinwohnern; die Maoris fühlten sich von den Siedlern bedrängt und wehrten sich.

Zwar verzichteten die Maori-Häuptlinge 1840 im Vertrag von Waitangi zu Gunsten der englischen Krone auf die Oberhoheit im Lande, doch dies stoppte die weitere Landnahme durch die Europäer nicht. So kam es schließlich zum offenen Krieg mit den Maoris, in dem die Ureinwohner keine Chance hatten und blutig unterdrückt wurden.
Seit 1907 ist Neuseeland Mitglied im Commonwealth. Damit wurde der Kolonialstatus überwunden. Schon 1931 wurde dem Land durch das britische Parlament die vollständige Unabhängigkeit zuerkannt, von Neuseeland selbst allerdings erst 1947 akzeptiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierten zwei grosse Parteien die neuseeländische Politik: die National Party und die Labour Party. Die politischen Unterschiede waren nicht gravierend.
Im so genannten "Kiwi-Paradies", dem "Garten Großbritanniens", entwickelte sich ein ökonomischer Sozialismus, der fast alle Wirtschaftsbereiche staatlicher Kontrolle unterwarf. Subventionen, Zollschranken und Devisenbewirtschaftung bewahrten Neuseeland vor lästiger Auslandskonkurrenz und schufen künstlich einen Lebensstandard der Superlative, der in den fünfziger Jahren nur noch von der Schweiz übertroffen wurde.
Das Mutterland Großbritannien nahm bis zu 90 Prozent der neuseeländischen Agrarproduktion ab.

Dieses Wohlstands-Abonnement endete 1973 abrupt mit dem Beitritt Großbritanniens zur EG.

Gut ein Jahrzehnt brauchte der Pazifikstaat, um sich von diesem Schlag zu erholen. Der radikale Umbau der Wirtschaft seit Mitte der achtziger Jahre (u.a. massive Einsparungen im Sozialwesen) schuf.
 
Politisches System:
Parlamentarische Demokratie im Commonwealth.
Keine schriftlich fixierte Verfassung. Wahlrecht ab 18 J.
Einkammerparlament (1950 Abschaffung des Oberhauses) mit 120 Sitzen, davon 5 ständige Sitze für Maoris. Wahl alle 3 Jahre.
Verknüpfung von Elementen des Mehrheitswahlrechts mit Verhältniswahlrecht nach deutschem Vorbild mit Fünf-Prozent-Hürde.
Staatsoberhaupt:
Königin Elizabeth II. von Großbritannien (Titel: Königin von Neuseeland), vertreten durch die Generalgouverneurin Silvia Cartwright (s. April 2001)
Zeitzone:
Neuseelands Standard Time (NZST) ist 12 Stunden voraus der Coordinated Universal Time (UTC). Die Sommerzeit, bezeichnet als New Zealand Daylight Time (NZDT), hat eine Zeitdifferenz von 13 Stunden im voraus zur UTC, und wird um 2 Uhr morgens (NZST) am ersten Sonntag im Oktober umgestellt und endet am dritten Sonntag im Maerz um 2 Uhr morgens (NYST) wieder. Die Chatham Islands sind 45 Minuten im voraus.